Von Norden nach Süden – oder umgekehrt
Zwei Routen mit unterschiedlichen Charakteristiken und Herausforderungen – ob von San Bernardino im Norden oder Santa Maria im Süden. Die Route von Norden nach Süden startet bereits auf 1600 m.ü.M. Ingesamt sind weniger Anstiege zu bewältigen. Bei sehr warmer Witterung ist die Nordvariante zu empfehlen.
San Bernardino – Rifugio Pian Grand
Haben Sie am ersten Wandertag genügend Zeit, empfehlen wir die landschaftlich reizvolle Startstrecke vom Pass San Bernardino zum Rifugio Pian Grand. Vom Dorf San Bernardino aus führt der Weg durch wunderbare Lärchenwälder immer höher in den zum Schluss kargen und imposanten Gebirgskessel von Pian Grand (3½ Std.). Der «obere» Zugang über den Pass di Passit, Pass de la Cruseta und Bocca de Rogna ist ein lohnender Umweg (ca. 1 Std. zusätzlich).
Rifugio Pian Grand – Capanna Buffalora
Kernstück und Königsetappe: Über fast unmöglich scheinende Übergänge, durch grandiose Gebirgslandschaften und vorbei an zauberhaften Bergseen reiht sich Höhepunkt an Tiefblick. Brechen Sie morgens früh auf – vielleicht reicht es dann gar für ein Bad im «Härzli-See», das Etappenziel Capanna Buffalora bereits in Sichtweite. In weitem Bogen führt der Weg zum Schluss – endlich etwas besänftigt – zur willkommenen Übernachtungsmöglichkeit. Die Gehzeit (9 Std.) kann je nach Trittsicherheit, Kondition und Wegverhältnissen stark variieren. (Etappenhalt auch im Rifugio Ganan möglich)
Capanna Buffalora – Santa Maria
Noch einmal schöpft diese wilde Gebirgslandschaft aus dem Vollen! Der gesicherte Übergang über den Fil de Nomnom (Foto) gehört zu den eindrücklichsten Stellen des Höhenwegs. Im Abstieg durch den riesigen Aion-Kessel erreicht der Weg wieder knapp die Baumgrenze des Lärchenwaldes. Noch einmal jedoch zwingt ein Schluchtabschnitt hinauf bis an den Fuss der Felswände: die Auriglia-Schlucht. Eine Leiter am Fels hilft eine kleine Felswand zu überwinden. Von der Kuppe Mottone geniessen Sie zum letzten Mal das Panorama über das ganze Val Calanca. Auf sanft abfallendem Weg erreichen Sie nun bald das Rifugio Alp di Fora. Ab hier gibt es zwei Abstiegsvarianten: nach Braggio – auf einer Sonnenterrasse im Val Calanca gelegen (Seilbahn nach Arvigo) oder in steilem Abstieg ins malerische Santa Maria.