Der Hüttenweg von Rossa
Das Postauto bringt Sie gemütlich von Grono (ab Bellinzona oder von San Bernardino her) ans Ende der Talstrasse in Rossa (Fahrplanabweichungen am Wochenende beachten!).
Schräg talauswärts durch das Dörfchen hoch kommt man zum Beginn des Hüttenweges (Holzwegweiser). Auf abwechlsungsreichem, gut markiertem und unterhaltenem Bergweg durchsteigt man das Val de l'Oer, gemächlich am Anfang, steil das Mittelstück und – die Hütte bereits in Sicht – malerisch zum Schluss. Für die genau 1000 Höhenmeter sind ca. 3 Std. einzurechnen.
Als Passübergang von Soazza/Alp de Bec
Von der Alp aus der kürzeste Zugang, landschaftlich reizvoll. Das malerische Misoxer Dorf Soazza liegt an der San-Bernardino-Route und wird vom Postauto stündlich bedient.
Der markierte Bergweg startet oberhalb des Dorfes 100m nördlich des Beginns der Alpstrasse. Er steigt steil durch den Wald hoch zur Alp de Bec (1515 m.ü.M.). Diese ist auch mit dem Auto oder per Taxidienst zu erreichen. Von der Brücke über den Ri-de-Buffalora-Weg geht's durch die Weite
der Weiden der Alp de Bec auf einfachem und gut markiertem Weg hoch bis zum Pass de Buffalora (2261 m.ü.M.), wo uns die um einiges schroffere Calanca-Welt empfängt. In 20 Minuten Abstieg mitten durchs grosse Panorama erreichen wir die Hütte. Von der Alp de Bec aus sind mit ca. 2¼ Std. zu rechnen, von Soazza aus (1650 Höhenmeter!) ca. 5 Std.
(Taxi-Service zur Alp, Tel. 079 378 41 61, Marzio Santi, 6562 Soazza, bis vier Personen)
Achtung: wegen Bauarbeiten an der Strasse nach Alp de Bec im Sommer 2008 kann der Taxi-Service nicht angeboten werden. Wir empfehlen infolge der unsicheren Situation (Strasse gesperrt oder offen, je nach Bauarbeiten) nicht mit dem Auto über Bec in die Hütte anzureisen.
Von Soazza aus über die Alp Lughezzon
Keine Kleinigkeit mit ca. 1800 Höhenmetern, aber landschaftlich als Tagestour ein grossartiger Zugang zur Buffalora-Hütte! Vom Postplatz Soazza aus folgen wir 300m weit dem alten Bahntrassee nordwärts bis zur Abzweigung nach Lughezzon. Der steile, aber gut beschattete (markierte) Waldweg wird zu Beginn und Ende des Sommers auch von den Pferden benützt, welche die Freiheit der hochgelegenen Alp geniessen. Von den Gebäuden der Alp Lughezzon aus sind keine Markierungen mehr vorhanden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Steuern Sie (genau westwärts) die Bocchetta de Calvaresc an, von der aus Sie im Abstieg den Calvaresc-See und den Sentiero Alpino erreichen, der Sie in einer guten Stunde gemächlich zur Hütte führt. Oder Sie nehmen die Direttissima, in fast gerader Linie Richtung Südwesten über den Piz de l'Ardion mit Abstieg über Schafweiden und zum Schluss den Höhenweg zur Hütte. 50 Höhenmeter mehr als via Bocchetta di Calvaresc, aber streckenmässig einiges kürzer und vom Piz de l'Ardion aus ein sagenhaftes Panorama. Je nach Route sind mit total 6–7 Std. zu rechnen. (Bei zweifelhafter Sicht nur für Geübte und Ausgerüstete!)
Von der Sonnenterrasse Braggio
Eine grossartige Tagestour über den Südteil des Sentiero Alpino bis zur Buffalora-Hütte. Von Arvigo im Val Calanca (Postauto) mit Luftseilbahn oder auf dem alten Kulturweg hinauf ins malerische Braggio (1300 m.ü.M.).
Im Aufstieg über Mondent erreicht man bei Cort di Settel den Sentiero Alpino; weiss-rot-weiss auf grossartigem Bergweg überquert man die Auriglia-Schlucht. Vom Aussichtspunkt Motta del Perdül steigt der Weg weiter durch den Aion-Kessel. Bis zum Schluss ist kaum zu glauben, dass die Südwand der Cima de Nomnom einen Durchgang gewährt... Der neu gesicherte, äusserst eindrückliche Übergang wird dabei im Aufstieg begangen und bietet dem gewohnten Bergwanderer bei trockenen Verhältnisssen keine Probleme. Im Abstieg berührt man den Pass de Buffalora und erreicht die Hütte. Total 1400 Höhenmeter im Aufstieg, ca. 6 Std.
Von Valbella aus zuhinterst im Val Calanca
Eine ebenfalls äusserst lohnende Tagestour über den sehr alpinen nördlichen Teil des Sentiero Alpino zur Hütte. Bis Rossa mit dem Postauto (s.o.), die vier Kilometer weiter bis Valbella mit Taxi, Auto oder Wanderschuh. Im kleinen Weiler, tief im Taleinschnitt gelegen, sind nur im Sommer einige Häuser bewohnt. Der markierte Bergweg überquert die Calancasca und verschwindet im steilen Seitental Val Largè. Über Cascinot und Alp del Largè erreichen wir den Sentiero Alpino, genau da, wo er sich zu einer der eindrücklichsten Stellen des ganzen Höhenwegs hochschwingt: dem Fil de Ciar. Die grosse Runde durch den schroffen Ganan-Kessel führt zum Steinfrauchen und - männchen auf dem Piz de Ganan, von wo aus die Buffalora-Hütte zum zweiten Mal zu sehen ist, und im Abstieg durch allmählich sanfter werdendes Gelände bringt Sie die zweite grosse Runde zur Hütte. Im Aufstieg sind 1200 Höhenmeter (ab Valbella) zu bewältigen; ca. 7 Std. Gehzeit. (ab Rossa 1 Std. länger)
Über den Sentiero Alpino
Der ganz klassische Zugang zur Buffalora-Hütte führt natürlich über den Sentiero Alpino. Vom südlichen Endpunkt des Höhenwegs in Santa Maria ist die Buffalora-Hütte in ca. 8½ Std. zu erreichen (einfache Übernachtungsmöglichkeit auch auf Alp di Fora). Die Begehung des Sentiero Alpino in Süd-Nord-Richtung macht die Höhendifferenz im Aufstieg etwas grösser. Am dritten Tag bietet sich die Möglichkeit, vom Rifugio Pian Grand aus den nördlichsten, eher selten begangenen und landschaftlich sehr reizvollen Teil bis zum San-Bernardino-Pass kennenzulernen.
Auf der ganz klassischen Route von San Bernardino Dorf aus, in Nord-Süd-Richtung, schaffen's nur alpine Long-Distance Runners in einem Tag: ca. 12 Weg-Stunden... Empfehlenswerter ist der Etappenhalt mit Übernachtung im Rifugio Pian Grand.